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Gesundheit und Sport

Mädchenbeschneidung / Weibliche Genitalverstümmelung

Die Anzahl Mädchen und Frauen, die in der Schweiz leben und von Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation; FGM) betroffen sind, ist in den letzten Jahren gestiegen. Schätzungen zufolge sind rund 24'600 Mädchen und Frauen in der Schweiz von einer Genitalbeschneidung betroffen oder bedroht.

Die Beschneidung von Mädchen wird oft mit Tradition begründet und erfolgt unter starkem sozialen und familiären Druck, manchmal sogar auf Initiative von Verwandten und Bekannten. Dieser Eingriff stellt eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung dar und verstösst gegen das Schweizer Recht, auch wenn er im Ausland durchgeführt wurde.

Dem Bund ist es ein Anliegen Mädchen und Familien dabei zu unterstützen, sich gegen weibliche Genitalverstümmelung zu schützen. Hierzu engagiert er sich in folgenden Bereichen:

  • Unterstützung der Informationsplattform des Netzwerks gegen Mädchenbeschneidung

    Die Informationsplattform des Netzwerks gegen Mädchenbeschneidung bietet Informationen, Bildung und Beratung sowohl für Fachpersonen als auch für gefährdete und betroffene Mädchen und ihre Familien an.

    Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung - Fachwebsite

    Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung - Community-Site

  • Veröffentlichung und Verbreitung eines Schutzbriefes

    Der Bund hat einen «Schutzbrief gegen Mädchenbeschneidung» veröffentlicht, der über die Rechtslage der Schweiz informiert. Er soll Familien und Mädchen unterstützen, sich gegen den sozialen und familiären Druck in ihren Gemeinschaften zu behaupten.

    Helfen Sie mit, diesen Schutzbrief gefährdeten Mädchen und ihren Familien auf ihre Auslandreise mitzugeben! Er kann als PDF oder in gedruckter Form in acht verschiedenen Sprachen bezogen werden.

  • Aufbau regionaler Anlaufstellen

    Leicht zugängliche Hilfs- und Informationsangebote für gefährdete und betroffene Mädchen und Frauen sind wichtig, damit sie sich trauen, dass tabuisierte Thema anzusprechen. Zusätzlich benötigen Fachpersonen spezifisches Wissen, um eine gute Betreuung und Beratung sicherzustellen.

    Nationale und regionale Anlaufstellen

     

Beratungsstelle im Kanton Luzern

Im Kanton Luzern ist die Fachstelle elbe Anlaufstelle für betroffene Mädchen und Frauen. Seit 2025 informiert und sensibilisiert sie im Rahmen eines kantonalen Leistungsauftrags auch Fachpersonen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung.


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