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Gesundheit und Sport

Um was geht es?

Soziales Netzwerk

Regelmässige Begegnungen und soziale Kontakte fördern unser Wohlbefinden und sind wichtige Stützen in kritischen Lebensphasen wie Verlust oder Krisen. Soziale Isolation und damit verbundene Einsamkeit erhöht das Krankheitsrisiko und kann die Lebenserwartung beeinflussen.

Soziale Beziehungen sind ein menschliches Grundbedürfnis. Wenn dieses Bedürfnis nicht genügend befriedigt wird, entsteht das Gefühl der Einsamkeit. Mit kurzzeitiger oder vorübergehender Einsamkeit kann der Mensch gut umgehen. Chronische Einsamkeit hingegen hängt mit psychosomatischen Störungen, gesundheitsmindernden Verhaltensweisen (z.B. Substanzmissbrauch) oder Suizidalität zusammen.

Einsamkeit

Eine stetige Zunahme zeigt sich auch beim Gefühl der Einsamkeit: Im Jahr 2022 verspürten 39 Prozent der Luzernerinnen und Luzerner manchmal bis sehr häufig Einsamkeitsgefühle. Gegenüber den früheren Befragungen hat sich dieser Wert deutlich erhöht (2012: 29%, 2017: 34%). Bei den 15- bis 34-Jährigen ist der Anteil der sich manchmal bis sehr häufig einsam fühlenden Luzernerinnen und Luzernern stets am höchsten (2022: 45%). Die deutlichste Zunahme der Einsamkeitsgefühle im Vergleich zum Jahr 2017 (2017: 26%, 2022: 37%) zeigte sich bei der Bevölkerung ab 65 Jahren.

Gefühlte Einsamkeit ist der subjektive Ausdruck eines Mangels an sozialen Kontakten. Hält dieses Gefühl an, kann es langfristig gesundheitliche Folgen haben. Diese Isolation beschränkt sich nicht nur auf private Interaktionen, sondern führt auch zu einem empfundenen Mangel an emotionaler Bindung und Unterstützung.

Folgende Personengruppen sind besonders von Einsamkeit betroffen und sollten bei der Förderung der sozialen Teilhabe berücksichtigt werden:

  • Sozioökonomisch Benachteiligte
  • Menschen mit kognitiven, physischen oder psychischen Behinderungen
  • Menschen mit Migrationserfahrung
  • Verwitwete, Getrennte/Geschiedene und Alleinwohnende
  • Alleinerziehende
  • Pflegende und betreuende Angehörige

Soziale Teilhabe

Soziale Teilhabe beschreibt das aktive Einbezogensein einer Person in eine Gemeinschaft und umfasst sowohl die Beteiligung an dieser Gemeinschaft als auch die Möglichkeit zur Mitgestaltung. Eine Gemeinschaft besteht aus einem Netzwerk sozialer Beziehungen, das von Familie und Freundschaften, Arbeitsplatz über die Nachbarschaft und die Schule bis hin zum Dorf- oder Quartier reicht und die Gesellschaft als Ganzes umfasst. Soziale Teilhabe findet im täglichen Leben und in der konkreten Lebenswelt statt.

Bibliografie

LUSTAT Statistik Luzern. Einsamkeit.

LUSTAT Statistik Luzern. Soziale Integration.

Pahud, O., Zufferey, J. & Zumbrunnen, O. (2024). Gesundheitsreport Kanton Luzern. Ergebnisse der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2022 (Obsan Bericht 09/2024). Neuchâtel: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium.

Waldinger, R. & Schulz, M. (2023). The Good Life … und wie es gelingen kann. Erkenntnisse aus der weltweit längsten Studie über ein erfülltes Leben. München: Kösel.