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Massnahmen und Verhaltensempfehlungen bei Covid-19 und anderen akuten Atemwegserkrankungen

Erfahrungsgemäss nehmen Ansteckungen mit akuten Atemwegserkrankungen in den Herbst- und Wintermonaten zu. Die Verhaltensempfehlungen für vermutete oder bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen lassen sich gut auf weitere akute Atemwegserkrankungen wie Influenza anwenden, da der Übertragungsweg und die Symptome ähnlich sind.

 

Seit dem 01. Januar 2023 werden Kosten für Covid-19-Tests nicht mehr vom Bund übernommen. Die Kosten für einen Covid-19-Test müssen deshalb seit dem 01. Januar 2023 von der getesteten Person selbst bezahlt werden.

Ärztlich angeordnete Tests werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen, sofern der Test eine therapeutische Konsequenz hat (Verschreibung von antiviralen Covid-Arzneimitteln). Soll der Test über die Krankenkasse abgerechnet werden, kann die Probenentnahme von der Ärztin / vom Arzt nicht an ein Testzentrum oder eine Apotheke delegiert werden.

Es sind noch nicht alle Detailinformationen zu den neuen Abrechnungsmöglichkeiten auf nationaler Ebene geklärt und publiziert. Die Informationen auf unserer Website entsprechen unserem aktuellen Kenntnisstand (23.12.2022).


Empfehlungen für Personen mit Atemwegsinfektion

Wir empfehlen Personen mit einer Atemwegsinfektion (SARS-CoV-2, Influenza [saisonale Grippe] oder andere grippeähnliche Infektionskrankheiten), folgende Massnahmen umzusetzen, um die Weiterverbreitung des Erregers zu reduzieren. Diese Massnahmen sollten möglichst während mind. 5 Tagen ab Symptombeginn und bis mind. 2 Tage nach dem Abklingen der Symptome befolgt werden.

  • Schränken Sie Ihren Kontakt mit anderen Personen so weit wie möglich ein.
  • Tragen Sie bei Kontakt mit anderen Personen eine Maske und halten Sie einen Abstand von ≥1.5m ein.
  • Sofern Ihr Gesundheitszustand ein Weiterarbeiten erlaubt: besprechen Sie das weitere Vorgehen mit Ihrer Arbeitgeberin oder Ihrem Arbeitgeber. Arbeiten Sie wenn möglich im Homeoffice.
  • Falls Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können bzw. falls Sie am Arbeitsplatz ein Arztzeugnis vorlegen müssen, kontaktieren Sie Ihre hausärztliche Praxis.
  • Meiden Sie öffentliche Orte und grosse Menschenansammlungen.

Alle Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung sollten sich an die «Nies- und Hustenetikette» halten, d.h.

  • Beim Husten oder Niesen ein Taschentuch vor Mund und Nase halten. Wenn kein Taschentuch bereit ist, in die Armbeuge husten oder niesen.
  • Papiertaschentücher verwenden und nur einmal benutzen. Nach Benutzung direkt in einem Abfalleimer (möglichst mit Sack und Deckel) entsorgen. Hände danach waschen.
Pictogramme Massnahmen bei Atemwegserkrankungen

Vorgehen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus

Verhalten Sie sich wie unter «Empfehlungen für Personen mit Atemwegsinfektion» beschrieben, wenn Sie Symptome haben, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hinweisen oder wenn Sie aus einem anderen Grund denken, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Konsultieren Sie bei Bedarf Ihre Ärztin / Ihren Arzt. Bitte beachten Sie, dass Tests auf SARS-CoV-2 seit dem 01.01.2023 nicht mehr durch den Bund bezahlt werden. Ein Test auf eigene Kosten ist jederzeit möglich. Eine Abrechnung über die Krankenkasse ist möglich, wenn der Test aus medizinischen Gründen notwendig ist (d.h. die Behandlung beeinflusst; dies ist der Fall, wenn bei einem positiven Resultat antivirale Covid-Arzneimittel verschrieben werden sollen) und von einer Ärztin bzw. einem Arzt verordnet wurde (abzüglich Franchise und Selbstbehalt, die in jedem Fall zulasten der getesteten Person gehen). Soll der Test über die Krankenkasse abgerechnet werden, kann die Probenentnahme von der Ärztin / vom Arzt nicht an ein Testzentrum oder eine Apotheke delegiert werden. Eine Kostenübernahme durch den Kanton Luzern erfolgt nur, wenn der Test vorgängig von der Dienststelle Gesundheit und Sport (DIGE) angeordnet wurde.

Welches sind typische Krankheitssymptome einer akuten Atemwegserkrankung?

Bei einer akuten Atemwegsinfektion treten oft Symptome wie Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Fieber und/oder plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns (typisch für Covid-19) auf. Zudem sind folgende Symptome möglich: Kopfschmerzen, allgemeine Schwäche, Unwohlsein, Muskelschmerzen, Magen-Darm-Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen), Hautausschläge.

Präventive Massnahmen

Um das persönliche Risiko, sich mit einem Erreger einer akuten Atemwegserkrankung anzustecken, zu senken, können folgende Massnahmen helfen:

  • Sich gegen SARS-CoV-2 und die saisonale Grippe impfen lassen
  • Menschenansammlungen meiden
  • Maske tragen
  • Innenräume regelmässig lüften. Siehe dazu "Richtig Lüften"
  • Gründlich Hände waschen oder desinfizieren
Pictogramme präventive Massnahmen

Häufig gestellte Fragen - unsere Empfehlungen

  • Ich habe Symptome einer akuten Atemwegserkrankung. Soll ich mich testen lassen?

    Ein Test auf eigene Kosten ist möglich. Bitte beachten Sie jedoch, dass Tests auf SARS-CoV-2 seit dem 01.01.2023 nicht mehr durch den Bund bezahlt werden. Eine Abrechnung über die Krankenkasse ist möglich, wenn der Test eine therapeutische Konsequenz hat (Verschreibung von antiviralen Covid-Arzneimitteln) und von einer Ärztin bzw. einem Arzt verordnet wurde (abzüglich Franchise und Selbstbehalt, die in jedem Fall zulasten der getesteten Person gehen). Konsultieren Sie bei Bedarf Ihre Ärztin / Ihren Arzt. Sie resp. er entscheidet, ob ein Test (auf SARS-CoV-2 oder andere Erreger einer akuten Atemwegsinfektion) aus medizinischen Gründen notwendig ist. Soll der Test über die Krankenkasse abgerechnet werden, kann die Probenentnahme von der Ärztin / vom Arzt nicht an ein Testzentrum oder eine Apotheke delegiert werden.

    Ein Test auf eigene Kosten ist möglich, sofern die Teststelle dies anbietet.

    Eine Kostenübernahme durch den Kanton Luzern erfolgt nur, wenn der Test von der Dienststelle Gesundheit und Sport (DIGE) vorgängig angeordnet wurde.

    Unabhängig von einem allfälligen Test, empfehlen wir Ihnen, zu Hause zu bleiben und Ihre Kontakte zu anderen Personen möglichst zu reduzieren.

  • Wie verhalte ich mich nach einem Test, wenn ich Symptome habe?

    Wir empfehlen Ihnen, zu Hause zu bleiben und Ihre Kontakte zu anderen Personen möglichst zu reduzieren, bis das Testergebnis vorliegt. Falls Sie sich Sorgen machen, kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Bei negativem Testergebnis ist eine andere Atemwegsinfektion nicht ausgeschlossen.

  • Ich habe einen Antigen-Schnelltest auf SARS-CoV-2 gemacht. Muss ich zur Bestätigung der Infektion zusätzlich einen PCR-Test auf SARS-CoV-2 machen?

    Eine PCR-Bestätigungsdiagnostik ist nicht notwendig, aber möglich. Bitte beachten Sie die dadurch anfallenden Kosten. Tests auf SARS-CoV-2 werden seit dem 01.01.2023 nicht mehr durch den Bund bezahlt. Eine Abrechnung über die Krankenkasse ist möglich, wenn der Test aus medizinischen Gründen notwendig ist (d.h. die Behandlung beeinflusst; dies ist der Fall, wenn bei einem positiven Resultat antivirale Covid-Arzneimittel verschrieben werden sollen) und von einer Ärztin bzw. einem Arzt verordnet wurde (abzüglich Franchise und Selbstbehalt, die in jedem Fall zulasten der getesteten Person gehen). Konsultieren Sie bei Bedarf Ihre Ärztin / Ihren Arzt. Sie resp. er entscheidet, ob ein Test (inkl. PCR-Bestätigungsdiagnostik) aus medizinischen Gründen notwendig ist. Soll der Test über die Krankenkasse abgerechnet werden, kann die Probenentnahme von der Ärztin / vom Arzt nicht an ein Testzentrum oder eine Apotheke delegiert werden.

    Ein Test auf eigene Kosten ist möglich, sofern die Teststelle dies anbietet.

    Eine Kostenübernahme durch den Kanton Luzern erfolgt nur, wenn der Test von der Dienststelle Gesundheit und Sport (DIGE) vorgängig angeordnet wurde.

  • SARS-CoV-2: Mein Selbsttest ist positiv. Wie soll ich vorgehen?

    Verhalten Sie sich, wie oben unter «Empfehlungen für Personen mit Atemwegsinfektion» beschrieben. Konsultieren Sie bei Bedarf Ihre Ärztin / Ihren Arzt.

  • Ich hatte Kontakt mit einer am Coronavirus erkrankten Person - was muss ich tun?

    Um andere Personen in Ihrem Umfeld vor einer allfälligen Übertragung zu schützen, können Sie Ihre Kontakte einschränken oder – falls Sie dennoch Kontakt zu anderen Personen haben – eine Maske tragen.

  • Ich wurde mit SARS-CoV-2 infiziert und bin nun genesen. Kann ich mich erneut mit dem Virus anstecken?
    Eine erneute Infektion ist auf jeden Fall möglich, insbesondere, wenn neue Virusvarianten auftreten. Wie lange man vor einer erneuten Infektion oder daraus resultierender Krankheit geschützt ist, ist unklar.
  • SARS-CoV-2: Wie erhalte ich das Zertifikat für Genesene? Was mache ich, wenn ich das Zertifikat für Genesene nicht erhalten habe?

    Zertifikate für Genesene können an mit einem PCR-Test oder mit einem Antigen-Schnelltest zur Fachanwendung (keine Selbsttests!) positiv auf SARS-CoV-2 getestete Personen ausgestellt werden, deren Testdurchführung nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Diese Zertifikate sollten in der EU anerkannt werden. Bei Reisen empfiehlt es sich jedoch trotzdem, die Regelungen des Reiselandes zu konsultieren. Üblicherweise erhalten die betroffenen Personen das Zertifikat durch das Labor, welches die Probe analysiert hat (PCR-Tests) bzw. durch die Teststelle, welche den Test durchgeführt hat (Antigen-Schnelltest). Falls dies nicht geschehen ist, kann das Zertifikat online beim Bund beantragt werden.

  • SARS-CoV-2: Was mache ich, wenn ich keine Isolationsbestätigung erhalten habe oder die Isolationsbestätigung fehlerhaft ist?

    Seit dem 1. April 2022 stellt der Kanton Luzern keine Isolationsbestätigungen mehr aus.

  • Ist eine Impfung gegen SARS-CoV-2 nach der Infektion mit SARS-CoV-2 empfohlen?
    Mit dem Covid-19-Impfcheck erfahren Sie in wenigen Schritten, ob eine Impfung nach Ihrer Genesung empfohlen ist. Bei weiteren Fragen können Sie sich an Ihre hausärztliche Praxis oder an unsere Impf-Hotline wenden (041 228 45 45).
  • Wie lauten die Grippeimpfempfehlungen 2022?

    Die Empfehlungen 2022 unterscheiden sich nicht von den Vorjahren. Die Impfung sollte zwischen Mitte Oktober und Beginn der Grippewelle durchgeführt werden.

    Die Grippeimpfung schützt nicht gegen eine SARS-CoV-2-Infektion oder andere grippeähnliche Infektionen und Erkältungen. Für wen die Grippeimpfung empfohlen wird und weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit, auf der Kampagnen-Website "Schutz vor der Grippe" des BAG oder bei Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt.

Für Fragen rund um das Coronavirus:


Infoline Coronavirus
Telefon 041 228 70 19
(Mo-Fr 08.00 - 12:00 Uhr und 13:30 - 17.00 Uhr)

SARS-CoV-2 Abstrich

Für einen Test zum Nachweis einer COVID-19-Erkrankung wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin / Ihren Hausarzt oder eine Teststelle. Nicht ärztlich angeordnete Tests sind seit dem 01.01.2023 kostenpflichtig. Ärztlich angeordnete Tests mit therapeutischer Konsequenz (Verschreibung von antiviralen Covid-Arzneimitteln) können über die Krankenkasse abgerechnet werden (abzüglich Franchise und Selbstbehalt). Die Ärztin / der Arzt kann die Testdurchführung nicht an eine Apotheke oder eine Teststelle delegieren.

Medizinische Fragen

Bei medizinischen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin / Ihren Hausarzt. Sollte Ihre Hausärztin / Ihr Hausarzt nicht erreichbar sein, wenden Sie sich bitte an die kantonale Notfallnummer 0900 11 14 14 (kostenpflichtig, CHF 3.23/min), für Prepaid: 0900 57 67 48 (kostenpflichtig, CHF 3.50/min.).

In medizinischen Notfällen wählen Sie bitte den Sanitätsnotruf 144.

 

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